2013, 13.04. - Vogelkurs

Exkursion Vögel im Siedlungsraum

Pünktlich um 7.00 Uhr sind alle ExkursionsteilnehmerInnen auf dem Gemeindeparkplatz besammelt. Andrea sagt uns, im Satellitenbild habe sie gesehen, dass etwa um 8.00 Uhr etwas Regen komme. Wir bilden drei Gruppen und marschieren mit je einer Kursleiterin, Andrea, Karin oder Lesly, in verschiedene Richtungen los. Heute bewegen wir uns im Siedlungsraum und machen bereits hinter dem reformierten Pfarrhaus interessante Entdeckungen.

 

Wir beobachten den Haussperling, im Volksmund „Spatz“ und lernen, dass es davon verschiedene gibt, z. B. den Feldsperling: der hat auf den Wangen einen schwarzen Fleck, und sein Scheitel ist braun; der des Hausspatzen ist grau. Schon bald kommen Herr und Frau Fuchs, um ihren Veloladen zu öffnen. Sie sind ganz erstaunt und fragen sich, was da so viele Leute vor ihrem Geschäft so früh am Morgen tun? Wir erklären ihnen, dass wir Spatzen beobachten. „Ah Spatzen!“ meint Herr Fuchs verwundert und wünscht uns einen schönen Tag. Übrigens habe ich einen sehr interessanten Artikel über eben diese „Spatzen“ gelesen in der HEV-Zeitung Ausgabe Nr. 6, 2013.

 

Im Pärkli hinter der Kirche ist eine Elster beschäftigt mit einem etwa einen halben Meter langen Ästli, wie sie dieses zu ihrem Nest, hoch oben im Baum, bringen kann. Sie schafft es, wir sind beeindruckt und gehen weiter, überqueren die Zürichstrasse gelangen in die Bachstrasse. Wir beobachten Kohlmeisen, die fleissig Nistmaterial sammeln und oben in einem dort stehenden Kran verschwinden. – Dann hinter einer Scheune auf dem Misthaufen zwei Hausrotschwänze, ein Männchen und ein Weibchen, gut zu unterscheiden! Dazwischen eine Amsel, die sich an die dort herumliegenden Äpfel macht. – Es tröpfelt, die Kirchenuhr schlägt acht! Andrea hatte recht, es bleibt aber zum Glück beim „Tröpfeln“! Wir laufen in unserem Tempo weiter, d. h. etwa 20 m, in die Püntenstrasse, da bleiben wir lange, denn da hören wir den Grünfink, sowie den Girlitz, und können sie mit unseren Ferngläsern auch finden. Zwei Blaumeisen beglücken unsere Gemüter, und in einem Baum erspähen wir Distelfinken, auch Stieglitz genannt. Über uns fliegen zwei Reiher und einen segelnden Bussard erkennen wir am gerundeten Schwanz. In einer dichten Tanne meine ich, eine Amsel zu sehen; doch beim Blick durch mein Fernglas erkenne ich: es ist ein Star, was mir Lesly dann auch bestätigt. Durch’s Fernrohr gibt es heute nicht sehr viel zu sehen, oder wenn, dann nur ganz kurz. Siedlungsvögel sind immer in Bewegung und sehr beschäftigt. – Nach etwa 2½ Stunden erreichen wir den Bahnhof, das entspricht in etwa dem Ornithologentempo. Dort beobachten wir nochmals Sperlinge, ich weiss aber bereits nicht mehr, welche, die sich in einem Nistkasten unter einem alten Hausdach zu schaffen machen.

 

Eine erfolgreiche Exkursion ist zu Ende. Wärmeres Schuhwerk, Handschuhe und Unterziehhose wäre auch dieses Mal angebracht gewesen, aber eben...!!

 

Trix Federer

 

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Vögel im Siedlungsraum (links): gute Gelegenheit, um die Unterschiede zwischen Hausspatz (Mitte) und Feldspatz (rechts) kennen zu lernen.

 

Bilder: Werner Eugster / John Schoppe / Internet