2015, 05.09. - Libellenlarven und andere Kleintiere

Libellenlarven und andere Kleintiere

 

Geheimes Leben im Wasser – Forscher-Nachmittag am Wasser für Klein und Gross. So lautete der Titel des Herbst-Familienanlasses der Naturschutzgruppe. "Sälber gfange" war denn auch ein häufiger Freudenruf der Kleinen, während die Grossen sich wunderten ob der Vielfalt der Lebewesen im Wasser.

 

  

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"Sälber gfange" war wichtig, aber ebenso zu erfahren, was das denn genau sei, das im Netz zappelte.

 

   

Der Familienanlass, durchgeführt von Andrea Funk in Zusammenarbeit mit Isabelle Bögli von der Rucksackschule, war ein gelungener Anlass, der sowohl Klein wie Gross faszinierte. Dank etwas Wetterglück waren die Temperaturen gerade richtig, dass man Wassertiere aus dem Forainweiher fischen konnte, ohne Gefahr zu laufen, dass sie Schaden nehmen. Verschiedene Amphibienlarven von Bergmolch, Grasfrosch und Erdkröte landeten in den kleinen Käschern, die man vom Aquariumshop kennt. Erstaunlich, dass diese Kaulquappen noch nicht weiter entwickelt sind Anfangs Herbst!

 

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Das Leben der Libellenlarve spielten die Kleinen als Theater.

Inhalt der Rucksackschule: nur die Pausenglocke fehlte, sonst war alles dabei.

Was habe ich da gefangen?

 

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Jetzt entkommst Du mir aber nicht mehr!

Isabelle Bögli begeisterte mit ihrer Rucksackschule Klein und Gross.

Einfache, aber effektive Werkzeuge erschliessen die Unterwasser-Kleintierwelt.

 

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Das könnte durchaus eine Erdkrötenlarve sein.

Kröten-, Frosch- und viele Bergmolchlarven.

Das ungefährliche Wasserskorpion.

 

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Das dürfte eine Schnecke sein.

"Gross" war ebenso gefordert wie "Klein".

Bestimmung mit Hilfe der Unterlagen aus der Rucksackschule.

 

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Larve einer Grosslibelle.

Lunge oder Kiemen? Einige Wassertiere verwenden hingegen Hautatmung oder Tracheen.

Zu welchem Atmungstyp passt dieses Tierbild?

 

Der Rucksack.

Wer noch nie etwas von der Rucksackschule gehört hatte wie ich, war schon etwas gwundrig, zu erfahren, was da wohl drin steckt. Pult und Stuhl war nicht drin, auch die Pausenglocke fehlte. Aber sonst war alles da, was das Jungforscher-Herz am Teichesrand höher schlagen lässt: Käscher, Wassergefässe, Pinsel zum sorgfältigen Einfangen von Kleinstlebewesen, und flache Fresnel-Linsen. Auch Bestimmungschlüssel und -bücher waren vorhanden. Also alles, was den Teilnehmern ermöglicht, die versteckten Kleinlebewesen aus der Wasservegetation herauszuholen und in Ruhe zu studieren.

 

Die Schule.

Allerdings ist der Rucksack nur die halbe Geschichte – zu einer Schule gehört noch die Lehrerin (oder der Lehrer – hier war's eine -in), denn ohne diese wäre wohl alles nur "so ein Wurm" und "so ein Dings da". Mit der Unterstützung von Isabelle Bögli erhielten die Kreaturen Namen: eine Kleinlibellenlarve; eine Grosslibellenlarve; eine Bergmolchlarve; eine Schlammschnecke; ein Ruderkäfer; ein Wasserläufer; eine Kaulquappe; und noch vieles mehr.

 

In einer Schule soll man ja was lernen. Aber nicht nur Namen- und Artenkenntnisse, Isabelle legte Wert darauf, dass die Kinder (und die Grossen) lernen, dass es vier verschiedene Atmungssysteme gibt: Lungenatmung, Kiemenatmung, Tracheenatmung und Hautatmung. Wobei als Bonus die Frösche das eine während der aktiven Zeit (Lungenatmung im Sommer), das andere aber in der Winterruhe (Hautatmung unter Wasser) praktizieren.

 

Faszinierend ist auch die Entwicklung einer Libelle. Die Kinder studierten ein kleines Theater ein, das alle Stufen der Entwicklung einer Libelle bis zum Abflug umfasste. Dieses Theater spielten sie den Erwachsenen vor, um ihnen ihr Wissen zu vermitteln und gleichzeitig das soeben Gelernte im Gedächtnis zu behalten. Der Anlass war sowohl für die Kinder wie die Erwachsenen eine tolle Erfahrung.

 

Werner Eugster;  Bilder: Sven Potter/W.E.